Ideen und Gedanken

Einfluß, Abfluß, Ausfluß

Nach der grausigen Geschichte mit dem Frosch zitierte mein Kollege Dani Nieth den Malcolm Gladwell mit: „Nicht alle Mitglieder einer Gruppe haben den gleichen Einfluss. Vielmehr haben einzelne Mitglieder einen überproportional großen Einfluss, Veränderungen herbeizuführen.“
Mit dieser Aussage hat Malcolm Gladwell seinen Tipping Point sicher nicht überschritten sondern Fragen aufgeworfen wie:

Sind „alle“ Mitglieder einer Gruppe auch Gruppenmitglieder?
Was heißt Einfluß und fließt, wo was einfließt auch was ab, oder aus?
Was heißt „Veränderung herbeizuführen“? Kommt Veränderung nicht viel zu oft und viel zu schnell von selbst?

Navigationskarten, die ausgetretene Wege darstellen haben wir genug. Wir brauchen die andere Seite der Navigationskarte, wenn wir durch die Krise kommen wollen. Die Seite, von der wir bislang dachten, sie sei leer. Darauf zeichnen wir dann unsere eigenen Navigationsideen und überlassen den Macolm Gladwell seinen Veränderungen.

vormals leere Seite

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Ideen und Gedanken

Tipping Point

 

frosch

 

Im gestrigen Vortrag des Zukunftsforschers Lars Thomsen habe ich von folgendem Versuch gehört: Wenn man einen Frosch in heisses (rund 70 Grad, nicht kochendes) Wasser gibt, dann wird er sofort herausspringen. Lässt man ihn erst in kühles Wasser und erhitzt dann dieses langsam und kontinuierlich auf dieselbe hohe Temperatur, wird er dies nicht überleben, weil der Tipping Point überschritten wurde. Dieser liegt in diesem Fall bei einer Temperatur von etwas über 40 Grad. Dann beginnt das Eiweiss im Blut auszuflocken und dies führt zu einer Unterversorgung der Muskulatur. Und wenn der Frosch realisiert, dass Gefahr besteht, kann er seine Glieder nicht mehr genügend schnell bewegen. Ein hässlicher und dennoch sehr interessanter Gedanke.

 

Tipping Points gibt es in der Wirtschaft (erst vor kurzem wurde einer überschritten), in der Führung, Politik, Sport, Umwelt, zwischenmenschlichen Beziehungen und – bestimmt auch – bei jedem Einzelnen. Bei mir. Es lohnt sich, darüber nachzudenken. Bin ich wachsam genug? Erkenne ich kleine Veränderungen? Habe ich den Mut und die Kraft schnell zu agieren?

 

Malcolm Gladwell schreibt: „Nicht alle Mitglieder einer Gruppe haben den gleichen Einfluss. Vielmehr haben einzelne Mitglieder einen überproportional großen Einfluss, Veränderungen herbeizuführen.“ Ich könnte das sein. Ich kann das sein. Ich kann Verantwortung übernehmen und mit Leidenschaft und Vertrauen Veränderungen bewirken. Bevor sie gegebenenfalls einen Tipping Point überschreiten. Die Gesellschaft bin ich. Und du.

 

Viele Grüsse, Dani Nieth

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Strategien und Modelle

Mentoring

und Kompetenztransfer in KMU 1

Der alte Begriff des Mentors ist noch an den Göttern orientiert. In der griechischen Mythologie begleitet die Göttin der Weisheit, Athene, den jungen Telemachos als Mentorin und gibt ihm gute Ratschläge. Das klingt allerdings nach einer Einbahnstrasse und zeigt auch schon den Grund, weshalb in der Vergangenheit neben Coaching-, Lehr-, und Weiterbildungsprozessen auch Mentoren gescheitert sind.

„Eintrichtern“ ist nicht der Weg.

Kompetenztransfer kann sich niemals in einer Einbahnstrasse bewegen. Kein „Nürnberger Trichter“ kann dafür sorgen, dass zum Beispiel jüngere Nachfolger in einem Unternehmen das Wissen eines älteren Mitarbeiters eins zu eins übernehmen.Wir kennen dieses Problem aus der Familie. Denken Sie nur daran, wie kompliziert es manchmal sein kann, wenn Sie innerhalb der Familie eine Lebensweisheit weiter geben wollten, mit wie viel Widerstand da zu rechnen war. Unter Mentoring muss deshalb heute mehr verstanden werden als nur die Förderung besonders begabter Mitarbeiter.
Im heutigen Milieu internationaler Märkte und multinationaler Projektteams werden Lehrveranstaltungen mit Zeigefinger im Sinne von „So müssen Sie das richtig machen …“ an der Form scheitern, auch wenn hervorragende Inhalte vermittelt werden. Die Lernerwartung der Mitarbeiter hat sich geändert.
Vor allem nachdem Coaching-Prozesse nun auch von den Personalabteilungen vieler Firmen als Mittel zur Organisationsentwicklung eingesetzt werden, wird Lernen heute viel mehr mit Selbstaktualisierung verknüpft.

Was können wir also unter Mentoring verstehen?

Ich empfehle, den Begriff als eine Beschreibung der Zusammenarbeit zwischen zwei Mentoren zu benutzen. Die eine Person weiss über eine komplexe Vielzahl betrieblicher Abläufe, integrierte Netzwerke, Machtstrukturen und Personalitäten Bescheid, die andere Person will dies durchaus lernen und bietet dafür Elan, Einsatz von Lebenszeit, Idealismus, Eifer und Zukunftsvisionen. Wir können uns in der heutigen Zeit wohl kaum erlauben, auch nur auf einen dieser Punkte zu verzichten.

Jammern kommt gut, Mentoring auch.

Viele Grüße Franz Stowasser

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Business Strategien

Provocative Therapy

frank_farrelly_1

Der zweite von vier Tagen mit dem Altmeister und Begründer der Provokativen Therapie Frank Farrelly in Gresgen. Der Mann aus Wisconsin ist 77 Jahre alt und wird immer noch besser. Innert wenigen Minuten bringt er das Problem des Gegenübers auf den Punkt, führt es auf absurdeste Nebenschauplätze um es kurz darauf in sich zusammen fallen zu lassen. Tabus bleiben draussen, Freiwillige drinnen. Eine Session jagt die andere, jede ist unvergleichlich. Während dem Farrelly jegliche Muster von Klienten innert Kürze aufdeckt, lassen sich ebensolche in seiner Vorgehensweise nur schwer erkennen. Was bringt mir das? In erster Linie viel Spass und eine weitere Portion Unbeschwertheit. Ein ultimatives Anti-Jammer-Programm!

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Glaubenssätze

Osterende

osterende

Das lange Wochenende, die Gratisferien, das Freizeitschnäppchen – wie gewonnen so zerronnen. Schon wieder passé – ein Jammer. Man hätte es wirklich besser ausnutzen können. Mit ausgiebigem TV-Konsum zum Beispiel. Vor allem am Karfreitag würden sie doch schon am Nachmittag diese schönen Jesus-Filme zeigen. Gott sei Dank: Er hätte für uns gelitten und wir könnten Kraft und Glauben aus seinem Leiden schöpfen. Aber doch nicht bei solchem Wetter! 15 Grad hätten gereicht. Müssen es gleich 22 sein?! Ist doch wirklich übertrieben. Weshalb kann es nicht dann Frühling sein, wenn man es am meisten braucht? Zum Beispiel in der dritten Februarwoche oder ab Mitte März oder so? Früher war das anders.

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Glaubenssätze

Unterwegs

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unterwegs, könnte ja auch heissen, unter einem Weg, Hier in Venedig also unter Wasser.

Von eukomm

Franz Stowasser befindet sich zur Zeit in Venedig und berichtet von dort, wie die Menschen mit 1,30 m Hochwasser umgehen und die Touristen mit Regen, Regen und nochmals Regen

Von eukomm

Weshalb beschweren sich die Leute hier nicht? Tun so, als gäbe es kein schlechtes Wetter, gehen in die Museen wenn es draußen zu naß wird und sind voller Hoffnung, dass morgen die Sonne scheinen wird? Vielleicht verstehen sie nichts vom Jammern, oder sie wissen nicht, wie eine Krise herbeigeredet werden kann, nichts von Glaubenssätzen und Vorahnungen,, nichts von Botschaften, die richtig zu deuten wären – obwohl, das wäre ja von den Venezianern kaum anzunehmen.

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