Glaubenssätze

Guten Morgen Sonntag

Das ist mir eine Sommerfreude, um 7.30 Uhr in den blauen Himmel schauen und die Sonnenwärme auf der Haut spüren. Dazu müßte ich doch noch Musik laufen lassen, eine CD wenigstens, und dann noch einen Kaffee und vielleicht noch schnell meine Nachrichten checken, na mindestens ein Bild machen für das elektronische Fotoalbum, damit ich das auf FB stellen kann und schnell die K. anrufen um zu hören, ob sie auch den schönen Morgen sieht. Auf jeden Fall aber das super T-shirt raussuchen, genau das Richtige für so einen Morgen. So schön, da wecke ich L. und N., damit die das auch genießen können. Die Zeitung in der Sonne lesen, vor dem Haus, mit Panama Hut aus Ecuador das sieht perfekt aus, nein, Kopfhörer passen da nicht dazu und weshalb ist gerade jetzt der Akku vom phone leer? Schnell noch ins internet, schauen, ob das Wetter so schön bleibt und was macht denn der Sturm bei NYC, oh je. Zum Kaffee wäre ein frisches Croissant gut, die kann ich, weil’s ja schon 8 Uhr ist mit dem Auto vom Bäcker holen, da muss ich aber gleich fahren, da ist nichts mit Zeitung lesen, sonst sind die Backteile weg, ich kann ja dort einen Expresso……

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Allgemein, Krisenbewältigung

Seien wir mal ehrlich

Ist ein Drink wirklich nötig? Zuhören? Komplimente? Verständnis? Türe aufhalten? Romantische Musik? Tanz beim Kerzenlicht? Langsames verführen? Achtsamkeit?

Er mag keinen Prosecco. Weiberthemen interessieren ihn nicht. Nette Worte kennt er bestenfalls aus Schlagern. Langsame Musik macht ihn aggressiv, Tanzen sei was für Schwule und Kerzen für Nonnen. Zeit hat er wenig, Geduld überhaupt nicht.

Also:

Hurghada Airport – August 2011

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Glaubenssätze

Gehört alles mir!

Der Herr surft gerne im Internet. Seit einiger Zeit macht ihm sein Morzilla Firefox Browser jede Mal beim Öffnen das Internet mit den folgenden Zeilen zum Geschenk: „Das Internet gehört uns allen, Setzen Sie ein Zeichen und zeigen Sie Ihre Unterstüzung für das weltgrößte öffentliche Gut.“ Abgesehen davon, dass das weltgrößte öffentliche Gut wohl eher in Luft und Wasser gefunden wird, will der Herr dieses Geschenk des Browsers nicht annehmen. Denn, was da als schöpferischer Anteil angepriesen wird, hat den Charakter einer feindlichen Übernahme. Nein, das Internet gehört niemanden, wie das Wasser und die Luft, die Sonne und das Licht, die Klänge und die Farben, der Raum, die Zeit, die Gedanken, die Träume, das Wohlgefühl, die Lust, die Phantasie, das Glück, die Logik, die Sprache…

(wird wiederholt, voraussichtlich am 18. August 2011 auf www.eukomm.de

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Glaubenssätze

Alles kaputt

sagte ein Bank Manager im schwarzen Anzug. Ja, im schwarzen Anzug, sie tragen schon seit der letzten Krise schwarze Anzüge. Im Städchen spricht man schon von der Bänker Trachtengrupppe, schwarze Anzüge und eine dunkle Kravatte. Was soll das? Trauer ausdrücken, Integrität, Bedeutung, Ernsthaftigkeit? Das ist doch den Anlegern egal, ob ihr Geld ernsthaft und traurig baden geht oder lustig den Börsenstrudel runterwirbelt. Doch, ich finde, das zeigt eine Einstellung, der schwarze Anzug. Es signalisiert ein „wir sind traurig, dass Ihr angelegtes Geld so schnell bei uns flöten geht“ oder baden oder den Bach ab oder verloren oder sonst was.
Wir begegnen ihnen auf Bahnhöfen und Flughäfen. Wären sie in blaues Tuch gekleidet, so vermuteten wir Mormonen, in dunklem grau eher Jehovas Zeugen, doch ganz in schwarz, ohne Armbinde für die Trauer, das sind heute Bänker.

Weshalb ich Bänker mit ä schreibe? Na weshalb denn nicht?

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