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Holy days

California is like – you know – sort of – totally like – oh my gosh! It’s kind of – you know – like awesome – it’s like more – like you know…

Wer für Beschreibungen meistens das Wort ‚like‘ braucht, erlebt die Realität als Metapher. Gehörtes Beispiel: „I was like walking on the beach.“ Spazierte sie am Strand oder hat sie es nur geträumt? Klar, man kann sagen, es handle sich hier nur um eine umgangssprachliche Sache. Das stimmt. Doch Sprache kreiert Realität. Und die Realität hierzulande kann mit der Zeit recht nerven.

Reisetipp: Augen auf und Ohren zu.

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Glaubenssätze

Eros, Kosmos, Logos

Nachdem der Herr dieses dicke Buch gekauft hat fragt er sich nach 162 Seiten, was diese Art Literatur bringen soll, ausser Geld für den Verlag.

1. Auf den ersten 50 Seiten eine sehr bewertende Darstellung von Hierarchie und Herterarchie, die sich auf „Alltagsdiskussionen“ stützt. Argumentationen von Hierarchie- und Heterarchiefanatikern werden dargestellt und als richtig, falsch oder gut und schlecht bewertet.

2. Als Ausweg aus dem Hierarchie – Heterarchie Dilemma wird das Wort Holarchie angeboten das sich dann zum Operationsbegriff HOLON entwickeln kann. Eine einfache Generalisierung der Kategorien, ohne jeden Erklärungs- oder Funktionswert – manche Amerikaner nennen diesen Prozess „upchunking“, soll heissen, grössere Einheiten bilden. Dieses upchunking verläßt Wilber, bis Seite 162 nicht. Er faßt Philosophen, Meinungen und Thesen zusammen und bündelt sie in größeren Einheiten, chunks (für den Herrn ein höchst interpretatives und gleichzeitig intellektverachtendes Vorgehen, das ihn an Bücher wie „Sophies Welt“ etc. erinnert.)

3. Im zweiten Schritt werden die vier Quadranten vorgestellt und interpretiert (übrigens auch noch im folgenden Buch “Das Wahre, Schöne….). Das scheint dem Herrn nun derart plakativ, willkürlich und fast schon religiös, welterklärungsbeflissen, dass er die Lektüre einstellt.

4. Der Herr vermisst in einem Buch, das sich mit Philosophie und Geistesentwicklung auseinandersetzt, die Darstellung einer Dynamik, die auch als induktiver Schlüssel taugt. An Hand der Dynamik soll der Entwicklungsprozesse selbst verfolgt und entwickelt werden können und nicht nur in vorgegebene Quadranten eintragen.

5. Nach Wilber seien schwierige Fragen:
„Warum hinterlassen Menschen immer Spuren? Warum ist Menschsein immer mit Wertsuche verbunden“ Das Wörtchen immer ist für den Herrn eine zu große Verallgemeinerung und dass das schwierige Fragen seien eine kühne Behauptung – wahrscheinlich mit dem Zweck, durch deren Beantwortung Seiten zu füllen.

6. Das Wilber Projekt scheint eine Buchseitenproduktionsmaschine zu sein die sich – für Leute die viel publizieren wollen – zu kopieren lohnt.

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Glaubenssätze

Sax o von

Gestern hab’ ich’s dann getan,
spielte Saxophon im Wahn
und war recht gut, so dachte ich,
auch die Band feierte mich.
Die Hörer klatschten ganz manierlich
wenn auch die Damen etwas zierlich.
Plötzlich schien’s, als sei’s in Einem
Musik machen, malen, reimen
als käme alles auf den Punkt
wie ein Feuerstein, der funkt.
Fühle ich, wie neue Klänge
vibrieren in dem Sax-Gestänge
und ich schüttle sie heraus
zack, da ist das Stück schon aus.

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Dialog, Glück, Ideen und Gedanken, Positiv handeln, Soziologie

me, myself and I

Ich denke mir……, also tu ich mir Gutes, indem ich MIR denke oder berlinere ich da nur ein wenig in der Sprache herum? Und es sollte Ich denke MICH heißen? Ich denke mir eine Zahl, na Danke für dieses Geschenk. Ich habe mich wieder beschenkt, mir wieder etwas geschenkt, eine Zahl, die ich vor diesem Gedanken, den ich mir dachte, nicht hatte. Eine Freude habe ich mir wieder gemacht mit einer Zahl, ich hätte mir ja auch etwas anderes denken können, ein neues Auto zum Beispiel, und, oh, wie hätte ich mich darüber gefreut, oder der Autohändler, wenn ich das neue Auto nach dem Denken auch tatsächlich gekauft hätte. Ich denke mir viele schöne Dinge, den ganzen Tag und es kostet nix.

Meine ICH – MIR Beziehung kann ich MIR selbst gestalten. Also MIR gestaltet und ICH soll dauernd schenken, wann schenkt denn mal das MIR dem Ich etwas oder vielleicht sogar zwei Dinge? Mir schenke ICH … da bekommt doch das ICH wieder nix, wieder sahnt das MIR alles ab. Also, wenn ich nochmals auf die Welt komme, dann als reines MIR, denn MIR gehört dann alles, Mir wird es nie an etwas mangeln und zu mir werde ich dann finden. Wie, weshalb sollte ich denn zu mir finden, wenn doch das Ich ganz genau weiß, wo ich mir befinde? Oha, wo ich mich befinde. also, das ICH kennt zwar das MICH, beschenkt jedoch das MIR und, kann das ICH nicht mal das MICH fragen, wo das MIR zu finden sei, dann hätte ich schnell erfahren, wie ich zu MIR finde.  Und, will ICH überhaupt zu MIR finden? Ist ES nicht angenehmer, mit MIR in Eintracht zu leben und MICH dabei in Ruhe zu lassen? Da sollte ICH mir keine Gedanken machen.
Ich mach mir noch ein Bier auf. Alles, aber auch alles bekommt das MIR, dem ICH bleiben nur Frondienste und dann das NICHTS. Ich bekomme ein Motorrad ich freue mich über mein Motorrad Ich genieße das Motorrad. Gut, das ICH hat jetzt auch etwas bekommen. Ich gönne MIR nix. Na, auch schade.

In diesem Sinne viele Grüße von Franz Stowasser

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