Klappentexte
1. Dezember 2010
Zusammenarbeit wird zeitnah im und für die Ästhetiken der kommutablen Klappentexte assoziiert. Die Produktionsmodi vereinheitlichen in der flexiblen Praxis eine stellvertretende eloquente Abwandlung. Die Funktion als Netztheorie urbanisiert die Klappentexte und präzisiert diese vor allem als Reizüberflutung. Diese Netzwerkaktivitäten sind eingängig und symptomatisch. Jede künstlerische Beschreibung mündet in einer Kybernetik, die in normativen, existenziellen oder typologischen Anstrengungen fluktuiert und zur Provokation mit schematischen Materialien wird. Zusätzlich kalibriert diese den Leerraum zu einer Publikation der Übergänge und revidiert als präzise Netzkultur eine Wechselwirkung mit den Planungsprozessen, welche wiederum durch Reizüberflutungen gekennzeichnet sind. Der Konsens, als Ort der Produktion NULL, in dem Affirmationen des Dokumentarismus fallweise stilistisch wiederholt werden schmälert den Distanzgewinn und trägt zu adäquaten Netzwerkaktivitäten bei. In Rerefenz zum Arbeitsprozess sind die emanzipatorischen Katalysatoren jene Rhizome welche zusammenhängend und eloquent einheitliche Exkurse verifizieren.
Für diesen Beitrag bedanken wir uns auch bei http://worte.at
Verboten
24. November 2010
ist dieses Video bis jetzt noch nicht. Der Inhalt berührt jedoch so jämmerlich, dass wir auf ein Verbot zu Gunsten der Volksgesundheit sicherlich nicht mehr allzu lange warten müssen:
Flotter Dreier
15. Oktober 2010
heute mal rein linktechnisch gesehen. Der erste Link zeigt Zahlen über die Vernichtung von Lebensmitteln in Deutschland, pro Jahr 15 Millionen Tonnen: Die Wegwerfer
Der zweite Link bringt uns zu denen, die noch ein wenig von den 15 Millionen Tonnen abhaben wollen und je nach Rechtssprechung dafür bestraft werden: Die Sammler
Und der dritte Link führt uns zu denen, die sich um stoffliche Nahrung schon lange nicht mehr kümmern. Die Banken, die aus Luft Geld und unsere Schulden machen: Die Transformer
Das reicht als Jammerlektüre für mehr als dieses Wochenende.
zu streng
20. September 2010
kann man ja zu seinen Kindern gar nicht sein, meinen manche. Aber zu unseren Freunden aus der Banker Gilde waren wir in letzter Zeit doch sehr hart. Das haben sie nicht verdient, denn statistisch haben sie gute Erfolge vorzuweisen, was auch die staatlichen Zuschüsse rechtfertigt:
„Und Alan Greenspan, oberster Finanzmarktwächter während 18 Jahren meinte vor dem US Kongreß-Ausschuß, er hätte 70 % der Zeit richtig gelegen und nur 30 % falsch. Dazu der Kommentar: So könnte auch der Kapitän der Titanic sagen, er sei 70 % der Zeit auf dem richtigen Kurs gewesen.“ http://www.jjahnke.net/rundbr76.html#2143
Oder auch die Piloten, denen wir auf unserem nächsten Urlaubsflug vertrauen, könnten so argumentieren. Schönen Flug dann….
Vielleicht sind wir auch Beteiligte eines Gurkenrennens
Auffahrt und Abdankung
8. Juni 2010
Der Soziologe Walter L. Bühl hat schon 1984 bemerkt:
„Dadurch, daß die politischen Führer zu charismatischen Helden oder – wenn die Helden gescheitert sind – zu väterlichen Autoritäten hochstilisiert werden, wird nicht nur ihr Autoritätsanspruch erhöht und ihre Legitimation sozusagem sakralisiert; im Falle des Scheiterns kann auch die Schuld dafür personalisiert werden, und es eröffnet sich so ein unbegrenzter Reigen von Abdankung und Königserhebung: Die Aufgabe einer politischen Problemlösung wird umformuliert zu einem Psychodrama von Schuld und Sühne, und zwar bei den Herrschenden wie den Herrschaftsunterworfenen. Die Frage der organisatorischen Veränderung innerhalb des politischen Körpers, der Reallokation der Mittel und der Reorganisation der Kompetenzen, wird damit aber gerade umgangen; im Gegenteil werden die bisherigen Verteilungs- und Legitimationsmuster nur verstärkt, die Krise macht sie sakrosankt.“
Bühl, Kriesentheorien 1984ISBN 3-534-08089-0
In meinen Seminaren habe ich das Thema „Feedback“ jedenfalls durch den Themenkoplex „Wie schmeiße ich am Besten hin“ ersetzt – kommt sehr gut an
Wohin
5. April 2010
Wohin geht eigentlich das viele Geld, das täglich vernichtet wird. Ich meine jetzt nicht die kleinen Geldvernichtungen durch das Anzünden einer Zigarre mit einem 100 Euro Schein (bald in der EU nicht mehr unter Strafe) oder die künstlerische Verwendung von Münzen und Geldscheinen für Objekte. Ich meine die Differenzen im Buchgeld. Gestern notierte ein Aktien Portfolio zum Beispiel noch 240.000.– Euro, heute sind es nur noch 63.27 Euro Was ist passiert? Eine Zahl wurde verändert. Doch nicht nur eine Zahl, auch ein Zukunfts- und Sicherheitsglaube, viele Hoffnungen und Planungen. Oder, ein anderes Beispiel: In einer Stadt wird ein AKW gebaut oder ein Endlager errichtet. Sofort fallen die Immobilienpreise auf die Hälfte zurück. Ein Haus, das vorher leicht für 580 000.– Euro zu verkaufen war geht jetzt höchstens noch für 240 000.– Euro und das nur mit Glück. In welche bisher unbekannte Gegenwelt geht dieses Geld und, so frage ich mich, wie kann man dort ein Konto eröffnen?
Wer weiß was?
Veränderung reloaded
3. Februar 2010

Von allen Wissenschaftlern, die auf unserer Erde je geboren wurden, leben zur Zeit rund 80 Prozent. Das bedeutet, das sich die Innovationskadenz, der Rhythmus der Entwicklungen und Erfindungen, dramatisch erhöht. Vor zehn Jahren startete Google und Bill Clinton war in mitten seiner seiner letzten Amtsperidode. 520 Wochen. Ist so gesehen gar nicht viel. Und trotzdem: Wie die Welt sich seither verändert hat! Und in was für einem Tempo! Man hat sich an Realtime gewöhnt.
Nicht nur Systeme oder Landesgrenzen verändern sich unter den omnipräsenten Augen der Öffentlichkeit rasant – auch das Verhalten des Individuums. Der neusten Technik sein Dank. Social Communities, Dialogbased Apps, Flickr, Skype, Facebook, YouTube, MySpace, XING, you name it. Wir kommunizieren locker mobil und virtuell, heissen SpaceyGirl oder Calibra007 und haben keine Ahnung, was in weiteren 520 Wochen Sache ist.
Die Intelligenz der heutigen Rechner lässt sich in etwa mit dem IQ einer Stubenfliege vergleichen. Gegenüber der Leistung vor zehn Jahren ein grosser Schritt. Im Vergleich zu dem was in 10 Jahren möglich sein wird ein Fliegendreck. Die Rechner werden gleich intelligent wie Menschen sein. Was bedeutet das? Ist dann das, was uns von den selbsterschaffenen Robotern unterscheidet, nur noch die Fähigkeit zu fühlen? Wird das reichen, um die Entwicklung aufzuhalten? Und was ist, wenn plötzlich künstliches Fühlen möglich wird? Ooops?
Im Hier und Jetzt zu leben ist gut und schön. Und modern buddhistisch. Die persönliche Veränderung jetzt planen. Manchmal auch nur der Veränderung willen.
Wer sich oft und gerne verändert würde sich dann am meisten verändern, wenn er sich nicht mehr verändert. Zumindest eine Zeit lang. Innehalten als Veränderung. Erklären Sie das mal den Andern: „Ich verändere mich nicht, weil ich mich verändere.“ Ist ja auch egal.
Die nächsten 10 Jahre werden uns massiv verändern. Neben der Ressourcenverknappung wird künstliche Intelligenz die grosse Herausforderung sein. Damit kann man sich schon heute auseinander setzen. Nicht nur aus Vernunft, sondern auch zum Spass. Unter Freunden, in der Firma, in Gresgen, irgendwo. Wer die Wahl hat, hat eher Glück als Qual.


