Veränderung reloaded
3. Februar 2010

Von allen Wissenschaftlern, die auf unserer Erde je geboren wurden, leben zur Zeit rund 80 Prozent. Das bedeutet, das sich die Innovationskadenz, der Rhythmus der Entwicklungen und Erfindungen, dramatisch erhöht. Vor zehn Jahren startete Google und Bill Clinton war in mitten seiner seiner letzten Amtsperidode. 520 Wochen. Ist so gesehen gar nicht viel. Und trotzdem: Wie die Welt sich seither verändert hat! Und in was für einem Tempo! Man hat sich an Realtime gewöhnt.
Nicht nur Systeme oder Landesgrenzen verändern sich unter den omnipräsenten Augen der Öffentlichkeit rasant – auch das Verhalten des Individuums. Der neusten Technik sein Dank. Social Communities, Dialogbased Apps, Flickr, Skype, Facebook, YouTube, MySpace, XING, you name it. Wir kommunizieren locker mobil und virtuell, heissen SpaceyGirl oder Calibra007 und haben keine Ahnung, was in weiteren 520 Wochen Sache ist.
Die Intelligenz der heutigen Rechner lässt sich in etwa mit dem IQ einer Stubenfliege vergleichen. Gegenüber der Leistung vor zehn Jahren ein grosser Schritt. Im Vergleich zu dem was in 10 Jahren möglich sein wird ein Fliegendreck. Die Rechner werden gleich intelligent wie Menschen sein. Was bedeutet das? Ist dann das, was uns von den selbsterschaffenen Robotern unterscheidet, nur noch die Fähigkeit zu fühlen? Wird das reichen, um die Entwicklung aufzuhalten? Und was ist, wenn plötzlich künstliches Fühlen möglich wird? Ooops?
Im Hier und Jetzt zu leben ist gut und schön. Und modern buddhistisch. Die persönliche Veränderung jetzt planen. Manchmal auch nur der Veränderung willen.
Wer sich oft und gerne verändert würde sich dann am meisten verändern, wenn er sich nicht mehr verändert. Zumindest eine Zeit lang. Innehalten als Veränderung. Erklären Sie das mal den Andern: “Ich verändere mich nicht, weil ich mich verändere.” Ist ja auch egal.
Die nächsten 10 Jahre werden uns massiv verändern. Neben der Ressourcenverknappung wird künstliche Intelligenz die grosse Herausforderung sein. Damit kann man sich schon heute auseinander setzen. Nicht nur aus Vernunft, sondern auch zum Spass. Unter Freunden, in der Firma, in Gresgen, irgendwo. Wer die Wahl hat, hat eher Glück als Qual.
Oha
26. Oktober 2009
“tagesschau.de: Bei vielen Banken hört man nur noch wenig von der Krise. Warum?
Frank: Sie machen derzeit ein gutes Geschäft, indem sie billiges Geld, das die Notenbanken zur Verfügung stellen, in Staatsanleihen investieren oder sogar bei den Notenbanken parken und dafür Zinsen kassieren. Das sind Geschäfte mit sehr niedrigem Risiko. Kein Wunder, dass manche Unternehmen über eine Kreditklemme klagen.”
http://www.tagesschau.de/interviewstefanfrank100.html
Frosch verachtet weltliche Güter
29. Juni 2009
und will Liebe:
„Laß dein Jammern,“ antwortete der Frosch, „ich kann wohl Rath schaffen, aber was giebst du mir, wenn ich dein Spielwerk wieder heraufhole?“ „Was du willst, lieber Frosch,“ sagte sie, „meine Kleider, meine Perlen und Edelsteine, dazu die goldene Krone, die ich trage. Der Frosch antwortete „deine Kleider, deine Perlen und Edelsteine, deine goldene Krone, die mag ich nicht: aber wenn du mich lieb haben willst, und ich soll dein Geselle und Spielkamerad sein,…“ Der Froschkönig

Diese reichen Geschenke wollte der Frosch nicht. Daher kommt vielleicht der Ausdruck: “Komm, sei kein Frosch”, mach doch, nimm doch, was ich Dir anbiete. Was bieten die krisengebeutelten Firmen an, wenn Berater deren Lieblingsspielwerk wieder aus dem tiefen Brunnen holen? Liebe und Freundschaft, das scheint in heutigen Zeiten billiger.
Also: “sei kein Frosch”, teste mal die Vogelperspektive, da lässt es sich weiter sehen. Sprech mal mit Dani Nieth und Franz Stowasser.

Provocative Therapy
17. April 2009

Der zweite von vier Tagen mit dem Altmeister und Begründer der Provokativen Therapie Frank Farrelly in Gresgen. Der Mann aus Wisconsin ist 77 Jahre alt und wird immer noch besser. Innert wenigen Minuten bringt er das Problem des Gegenübers auf den Punkt, führt es auf absurdeste Nebenschauplätze um es kurz darauf in sich zusammen fallen zu lassen. Tabus bleiben draussen, Freiwillige drinnen. Eine Session jagt die andere, jede ist unvergleichlich. Während dem Farrelly jegliche Muster von Klienten innert Kürze aufdeckt, lassen sich ebensolche in seiner Vorgehensweise nur schwer erkennen. Was bringt mir das? In erster Linie viel Spass und eine weitere Portion Unbeschwertheit. Ein ultimatives Anti-Jammer-Programm!

