Strategien und Modelle

Mentoring

und Kompetenztransfer in KMU 1

Der alte Begriff des Mentors ist noch an den Göttern orientiert. In der griechischen Mythologie begleitet die Göttin der Weisheit, Athene, den jungen Telemachos als Mentorin und gibt ihm gute Ratschläge. Das klingt allerdings nach einer Einbahnstrasse und zeigt auch schon den Grund, weshalb in der Vergangenheit neben Coaching-, Lehr-, und Weiterbildungsprozessen auch Mentoren gescheitert sind.

„Eintrichtern“ ist nicht der Weg.

Kompetenztransfer kann sich niemals in einer Einbahnstrasse bewegen. Kein „Nürnberger Trichter“ kann dafür sorgen, dass zum Beispiel jüngere Nachfolger in einem Unternehmen das Wissen eines älteren Mitarbeiters eins zu eins übernehmen.Wir kennen dieses Problem aus der Familie. Denken Sie nur daran, wie kompliziert es manchmal sein kann, wenn Sie innerhalb der Familie eine Lebensweisheit weiter geben wollten, mit wie viel Widerstand da zu rechnen war. Unter Mentoring muss deshalb heute mehr verstanden werden als nur die Förderung besonders begabter Mitarbeiter.
Im heutigen Milieu internationaler Märkte und multinationaler Projektteams werden Lehrveranstaltungen mit Zeigefinger im Sinne von „So müssen Sie das richtig machen …“ an der Form scheitern, auch wenn hervorragende Inhalte vermittelt werden. Die Lernerwartung der Mitarbeiter hat sich geändert.
Vor allem nachdem Coaching-Prozesse nun auch von den Personalabteilungen vieler Firmen als Mittel zur Organisationsentwicklung eingesetzt werden, wird Lernen heute viel mehr mit Selbstaktualisierung verknüpft.

Was können wir also unter Mentoring verstehen?

Ich empfehle, den Begriff als eine Beschreibung der Zusammenarbeit zwischen zwei Mentoren zu benutzen. Die eine Person weiss über eine komplexe Vielzahl betrieblicher Abläufe, integrierte Netzwerke, Machtstrukturen und Personalitäten Bescheid, die andere Person will dies durchaus lernen und bietet dafür Elan, Einsatz von Lebenszeit, Idealismus, Eifer und Zukunftsvisionen. Wir können uns in der heutigen Zeit wohl kaum erlauben, auch nur auf einen dieser Punkte zu verzichten.

Jammern kommt gut, Mentoring auch.

Viele Grüße Franz Stowasser

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Sich aus der Krise jammern

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Kann Jammern aus der Krise helfen?

Das meint Markus Fäh, Buchautor und Psychoanalytiker: „Unmittelbar schon, denn Jammern hat zwei ganz natürliche Funktionen und durchaus auch etwas Gutes. Wer klagt, kann sich innerlich erleichtern. Und Jammern schafft gleichzeitig eine Verbindung. Das gemeinsame Klönen über die Finanzkrise kann demnach auch befreiend sein. Und ich höre auch Stimmen, die dankbar sind für die Krise, da sich ihr Verhältnis zum Sicherheitswahn verändert hat. Statt Geld werden Beziehungen wichtiger, gute Freundschaften. (…) Der entscheidende Kick im Leben muss von innen kommen. Viele der Menschen, die sagen, ich kann das nicht, das ist mir zu viel, sind nicht bereit, bis an ihre Grenzen zu gehen. Ehrlicherweise müssten sie sagen, «ich will das nicht auf mich nehmen» und nicht «ich kann das nicht». Das hat sicher mit einer Fehlerziehung in unserer Kultur zu tun. Wir leben wie bereits erwähnt zunehmend in einer Kultur mit einer Wohlfühlmentalität.“

Der Weg aus dem Nörgel-Dilemma: „Zuerst muss ich merken, dass ich jammere. Ich muss mir schonungslos den Spiegel vorhalten, oder meine Kollegen reflektieren mein Verhalten. Denn Hardcorejammerer finden ja, dass sie zu Recht klagen und sind sich gar nicht bewusst, wie sie auf ihre Umwelt wirken. Diese Menschen finden, dass sich die Welt gegen sie verschworen hat. Wer aber merkt, dass sein Verhalten nervtötend ist, hat bereits einen wichtigen Schritt getan, um aus dem Jammertal herauszufinden. In einem nächsten Schritt muss ich dann selber untersuchen, was es genau ist, worüber ich jammere und weshalb. Es muss eine Auseinandersetzung mit der eigenen Person stattfinden. Der dritte Schritt ist, dass ich aus dem Jammern ein Problem mache und daran wachse. (…) Ich muss eine realistisch optimistische Position einnehmen und mich meiner unermesslichen Fähigkeiten bewusst sein, das lohnt sich. Ich kann träumen, kreativ sein, eigene Ideen umsetzen. Wir alle bekommen so viele Fähigkeiten mit auf den Weg, die wir nur ungenügend oder gar nicht nutzen.“

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Zeitung lesen am Wochenende

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Wochendende! Das heisst unter anderem: Latte Macchiato, ausgedehntes Frühstück und stundenlanges Zeitungslesen. Keine Ahnung, weshalb ich das so sexy finde, denn es ist an sich eine Herausforderung, nach der Konfrontation mit dem Journalisten-Weltbild den Kopf nicht hängen zu lassen. Sicher – es hat nicht nur negative Meldungen in den Blättern. Es gibt auch wissens-wertes, amüsantes, skurilles, etc. Ich werde mich mal vor allem darauf konzentrieren.

Nach der Jammersession werde ich dieses Wochenende die positiven Artikel ausschneiden, zur Seite legen und am Sonntagabend irgendwie sortieren – egal ob nach Alphabet, Seitenzahl, Thema oder Schriftgrösse. Mal schauen was passiert, wenn ich meine Gefühlswelt positiv überschreibe.

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