Allgemein, Gedichte, Glaubenssätze, Ideen und Gedanken, Jammern, Krisenbewältigung, Lebenshilfe, Philosophie, Strategien und Modelle

Schattensprung ins neue Jahr

Mui Ne, VN

Mui Ne, VN

Vorsätze gefasst und bereits vergessen

man soll sich ja nicht unnötig stressen

Vielleicht mal über den Schatten springen

doch das würde auch nichts bringen

Denn schon mit der Landung am Boden

wäre die Trennung wieder aufgehoben

Auch funktioniert es nicht jederzeit

zum Beispiel nicht bei Dunkelheit

Drum lasse besser alles wie’s ist

und produziere weiterhin Mist

Und als kleiner Willkommensbonus im neuen Jahr hier noch ein Ausgehtipp für alle, die lieber im Kollektiv jammern:

Stüssihofstatt 14, Zürich

Stüssihofstatt 14, Zürich

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Glaubenssätze, Lebenshilfe, Philosophie, Reframing, Strategien und Modelle

Kunst statt Strom

 

Jetzt Kunst statt Strom

Diese Werbung sendet ihre Aussage seit Jahren von der Fassade eines stillgelegten Elektrizitätswerks in Zürich. Seit den jüngsten Ereignissen in Japan erweckt sie bei mir besondere Aufmerksamkeit. Als Empfänger habe ich verschiedene Möglichkeiten, damit umzugehen. Einfach vorbei gehen und nichts sehen. Oder mich über eine gewisse Unsensibilität aufregen. Oder vielleicht ein zynisches Witzchen reissen.

 

Um was es geht

Alles, was wir wahrnehmen, nehmen wir in einem Rahmen (Bezugsrahmen, Wahrnehmungsrahmen) wahr. Dieser Rahmen ist subjektiv und kann geändert werden. Dieses Umrahmen oder  Neurahmen ist eine NLP-Technik und wird reframing genannt: Es wird einem Verhalten oder einem Sachverhalt eine andere Bedeutung gegeben.

 

Ein konkretes Beispiel

Eines Tages nahm ein Mann seinen Sohn mit aufs Land, um ihm zu zeigen, wie arme Leute leben. Vater und Sohn verbrachten einen Tag und eine Nacht auf einer Farm einer sehr armen Familie. Als sie wieder zurückkehrten, fragte der Vater seinen Sohn: “Wie war dieser Ausflug?” “Sehr interessant!” antwortete der Sohn. “Und hast du gesehen, wie arm Menschen sein können?” “Oh ja, Vater, das habe ich gesehen.” “Was hast du also gelernt?” fragte der Vater. Und der Sohn antwortete: “Ich habe gesehen, dass wir einen Hund haben und die Leute auf der Farm haben vier. Wir haben einen Swimmingpool, der bis zur Mitte unseres Gartens reicht, und sie haben einen See, der gar nicht mehr aufhört. Wir haben prächtige Lampen in unserem Garten und sie haben die Sterne. Unsere Terrasse reicht bis zum Vorgarten und sie haben den ganzen Horizont.” Der Vater war sprachlos. Und der Sohn fügte noch hinzu: “Danke Vater, dass du mir gezeigt hast, wie arm wir sind.“

 

Anders reden, andes sehen, anders denken

Ich kann denken was ich will, ich kann reden wie ich will. Ich kann die Perspektive wechseln, den Bezugsrahmen verschieben, den Fokus verändern und alles in neuen Zuständen betrachten. Und plötzlich ändern sich meine Meinung oder zumindest kann ich unter verschiedenen Meinungen aussuchen. Ich bin frei.

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Allgemein, Strategien und Modelle

Oder umgekehrt…

Stowasser schrieb kürzlich:

Für alle Gläubigen eine Zeit der Einkehr in das Glaubenshaus. Für alle Meinenden eine Zeit des Lesens der dicken Samstagsausgaben der Zeitungen und dann Einkehr in das Wirtshaus zum Stammtisch um die neuen Meinungen auszutauschen und die alten Meinungen zu bestätigen. Für alle Wissenden Zeit genug den Garten vom Windholz zu befreien oder die Efeuhecke zu schneiden, bevor die Vögel nisten.

Nieth schreibt jetzt mit gleichen Worten in anderer Reihenfolge:

Für alle Einkehrer eine Zeit der Beglaubigung im Einkehrhaus. Für alle Dicken eine Zeit des Lesens der meinenden Samstagsausgaben der Zeitungen und dann Einwirten am Kehrtisch im Stammhaus um die neuen Tauscher auszumeinigen und alte Bestätigungen zu meinen. Für alle Efeuhecken Zeit genug Zeit sich selbst zu beschneiden, bevor sie im Garten vom Windholz gevögelt werden.

Die bessere Variante darf frei gewählt werden. Ist doch schön, wenn man Auswahlmöglichkeiten hat. Ausser man entscheidet sich nicht gern. Dann bleibt ja immer noch das Jammern…

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Positiv handeln, Strategien und Modelle

Am Ende einer Krise

roger-federer

King Roger

Roger Federer ist zurück. Erst Paris und dann gleich Wimbledon. Nun ist er wieder der beste Tennisspieler der Welt. Und mit 15 Grand Slam Titeln der erfolgreichste Spieler aller Zeiten. Einer der eine Krise (er war zwar immer noch die Nummer 2 der Welt und die erfolgsverwöhnten Schweizer Medien jammerten auf Höchstniveau) eindrücklich gemeistert hat. Daran haben nun wirklich nicht alle geglaubt, ich auch nicht. Dieses feiffersche Drüsenfieber, dann dieses verflixte Roland Garros, seine Frau in Erwartung des gemeinsamen Babys und ein scheinbar unschlagbarer Nadal – Chapeau, Monsieur Federer, bien joué!

Ich habe die Tränen vermisst. Ist die Zeit der unkontrollierten Emotionen nun vorbei? Sind weniger Gefühle der Lohn für das Überstehen der Krise? Ist für ihn jetzt alles irgendwie normal? Auch die Interviews sind unpersönlicher geworden. Die Goldstreifen der neuen Bekleidung glänzen mehr als die Inhalte seiner Aussagen.

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Allgemein, Ideen und Gedanken, Jammern, Strategien und Modelle

Wege aus einer persönlichen Krise

Ich bin nicht Outdoor-Trainer und habe wenig Erfahrung in Bezug auf Symbole und Rituale. Umso erstaunlicher ist die Erfahrung, dass man Zeichen ohne Seminare oder Einweisung von Weisen selber entdecken kann. Als Rezept könnte man sagen: Es braucht eine Prise Krise (egal welcher Art), ein paar Stunden Zeit, ein Paar bequeme Schuhe und eine Kamera. Und die Wanderung erhält eine zusätzliche Dimension – ganz umsonst, aber nicht vergebens…

 

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Tunnel – Anfang oder Ende? Think!

 

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Leitplanken engen ein und geben Sicherheit. Deine Wahl.

 
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Ein blind geborenes Fohlen. Ich wusste nicht, dass es das gibt. Was will oder kann ich nicht sehen?

 

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Unterstützung. Wieviel braucht es, wann ist genug?

 

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Gebündelte Energie. In welche Richtung fliesst meine?

 

Scheisse-Esser

Esst Scheisse! Tausende von Fliegen können nicht irren.

 

Farbe

Manchmal nützt schon etwas Farbe um aufzufallen.

 

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Wasser. Einfach so. Danke!

 

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Spuren hinterlassen. Vielleicht ein (un)bewusstes Lebensziel?

 

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Nicht alles, aber vieles ist im Fluss. (Kategorie: Besonders schlaue Erkenntnis…)

 

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Entscheidungen. Überall.

 

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Verbindung braucht keine Eleganz.

 

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Klammern UND wachsen. Das hat wenig mit „Erfolg durch Loslassen“ zu tun.

 

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Jedem das Seine. Hauptsache glücklich und zufrieden, gell.

 

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Hoppla. Kunst?

 

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Allein.

 

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Nicht allein. Eine Frage der Brennweite oder des Sichtwinkels.

 

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Kannibale.

 

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Revolution. Re-Evolution. Zurück zum Start. Mit etwas mehr Klarheit.

 

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