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Jammern, Philosophie, Realität

Auch Genies jammern

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Glück, Ideen und Gedanken, Jammern, Realität, Reframing, Reisen

Abschied und Neubeginn

pusteblume

Was für ein pathetischer Titel, was für ein tendenziöses Bild. Die würden perfekt zur berühmten Glückskartenschreiberin Susan Polis Schutz und ihrer Zielgruppe passen. Aus einer andern Perspektive bieten sie eine praktische Anwendungsmöglichkeit für die wertvolle Kunst des Reframings, dem nachhaltigen Mittel gegen Jammern.

Es ist Herbst und das macht mir oft Mühe. Es riecht nicht nur nach feuchtem Unterholz und Pilzen, es riecht auch nach Abschied. Vorbei sind die langen Tage, die lauen Nächte, das Schwimmen im See, das Grillen mit dem Bier in einer Hand und die unkomplizierte Garderobe. Ich kann den Kopf hängen lassen, wie es jetzt nach und nach die Sonnenblumen tun. Dann passt sich mein Verhalten dem Rahmen an.

Oder ich setze ein neues Verhalten in die Gegebenheit. Mein Entscheid. Wie wär’s mit Fokus auf Neubeginn? Was ist oder wird jetzt angenehm neu?  Für die Augen traumhafte Lichtverhältnisse und viele Farben. Für die Nase Kerzenwachs, Zimt und Tannengeruch. Für den Gaumen Rotkraut, Marroni, Glühwein, Fondue (Käsesuppe) und Guetzli (Kekse). Für die Ohren keine Mücken mehr. Kuschelige Schals und dicke Daunenjacken um die kühle Luft zu geniessen.

Voilà.

Eine andere Möglichkeit ist, das Verhalten beizubehalten und den Rahmen zu wechseln. Verreisen zum Beispiel. Das ist vorübergehend heilsam und nicht Alle können es sich leisten. Da kommt selbst die Entscheidungsfreiheit an ihre Grenzen.

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Allgemein, Ideen und Gedanken, Jammern, Realität, Soziologie

Nachtrag schlimmer Worte

Zwischen zwei und drei Mal pro Minute hören wir das f-Wort  und so häufig kommt das schlimme f-Wort in US Filmen vor:

The Wolf of Wall Street    569 Mal

Summer of Sam                  435 Mal

Another Day in Paradiese 291 Mal

State of Grace                      230 Mal

The Big Lebowski               206 Mal

Um den Spaß noch weiter zu verderben, das f-Wort wird nicht zum Lustgewinn, sondern als Fluch gebraucht. Es darf gesagt werden, so lange keine lustvolle Anspielung auf die f-Aktion gemacht wird. Aggression und Abwertung, Herabsetzung und verbale Unterwerfung sind leider hoffähig. Sexscenen finden in den gleichen Filmen mit Bikini und Hosen statt, vielleicht weil die Schauspielenden weder S-haare noch G-teile haben.

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Ideen und Gedanken, Jammern, Realität

No problem?

Neulich im Restaurant:

Ich: Bitte bringen Sie mir bitte ein Mineralwasser mit Kohlensäure.

Er: Easy.

Ich: Was „easy“?

Er: Ah sorry – kein Problem.

Ich: Falsche Antwort.

Er: Was?

Ich: Ich habe nicht gefragt, ob es ein Problem ist, mir ein Wasser zu bringen. Ich habe Sie lediglich darum gebeten, mir eines zu bringen.

Er: Eben.

Ich: Eben was?

Er: Kein Problem.

Ich: Falsche Antwort.

Er: Wieso?

Ich: Sie könnten zum Beispiel sagen: „Gern.“ Oder: „Sofort.“ Das tönt einfach besser.

Er: Und wenn ich es gar nicht gern machen würde?

Ich: Dann hätten Sie ein Problem.

Er: Weshalb?

Ich: Dann wären Sie am falschen Ort.

Er: Drum habe ich ja gesagt: „Kein Problem.“

Ich: Aha. Dann bringen Sie mir jetzt bitte ein Mineral mit Kohlesäure?

Er: Okee.

Ich: Falsche Antwort.

Er geht ab.

Ich geh raus.

. . . . .

Konklusion: 

Charmante Formeln wie „Nichts zu danken“ oder „Keine Ursache“ wirken scheinbar verstaubt und werden vom jugendsprachlichen „Kein Problem“ oder Manager-Dummdeutsch „Kein Thema“ weggefegt.

Die moderne Umgangssprache ist – wahrscheinlich ohne es zu wollen – Chef im Abservieren geworden.

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