Glaubenssätze

na ja, die Schöheit des Herbstes will nicht enden

und doch sei „das Ziel des Lebens der Tod“ das soll zumindest Steve Jobs gesagt haben. Nun denn, wer sich sein ganze Leben in Zielerreichung übt, der kann’s dann endlich. „Sterben müssen alle“, heißt es von anderer Stelle und auch diese Aussage trumpft nur mit Quatsch. Denn „müssen“ kann gar keine Kategorie von Tod und Leben darstellen. Wir leben und sterben, ohne „müssen“ und ohne „Ziel“. Das Leben hat kein Ziel, außer, wir geben ihm eins, das wir dann erst erreichen wollen und dann glauben, es erreichen zu müssen. Eine vertrackte Form des sprachlichen Selbstbetruges, aber wenn es sich gut verkauft, warum eigentlich nicht?
Ich mach‘ mal ne Kaffepause.

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Glaubenssätze

Der Alltag des Menschen?

Der Alltag der Menschen, die sich in dunklen Räumen ohne Sonne zusammenrotten um den anderen zu zeigen, dass sie es viel länger in Kellern und kunstbeleuchteten Fabriken aushalten, interessiert mich nur als soziologisches Projekt. Und so nenne ich mein Projekt: „Die Dunkelkammern“. Bezeichne den Verwaltungs- und Wirtschaftsraum als Dunkelkammern, auch die Arbeitsfabriken als Dunkelkammern in die die Menschen strömen, weil sie Angst haben ihre Existenz zu verlieren, weil sie Angst haben, nicht mehr so leben zu können wie der Nachbar.

Neid und Habgier, schreibt Wilburn Smith in Bezug auf die altägyptische Geschichte. Ich merke Neid und Habgier schon im Kleinen. Jetzt folgen Aufrufe zum Widerstand. Ich denke, die sind sinnlos wie Darmrevolutionen, wie sollen sich Menschen gegen etwas stellen, das sie gar nicht kennen? Wer hat schon die Zeit, oder die Bildung, sich ökonomische Zusammenhänge bewusst zu machen. Heute wird die Projektion, die Übertragung gefördert und durch die Medien unterstützt, herausgefordert und abgefragt. Vom Jauchschen Ratespiel über das nächste Superstar TopModell bis hin zu den Schlagzeilen über die Promis. Wenn Sie an Ihrer/Seiner Stelle gewesen wären…..

Wählt uns und identifiziert Euch mit uns, dann können wir Euch Eures Lebens berauben, ohne das Ihr es merkt. Wir schulen schon eure Kinder zu abhängigen Idioten, und machen dann mit Euch das Verantwortungs- und Solidaritäts-Spiel bis hin zur freiwilligen und unbezahlten Hilfsarbeit.

„Darmrevolte“, von was sie kommt weiß ich nicht, von den Worten, von den Akkorden, die ich gespielt hatte, von den Sonnenflecken, vom Wind, vom Norden? Der Eisenhut wird schon groß, Letztes Jahr blühte er erst im August, dieses Jahr schon im Juni – früher, schneller, blauer, länger, weiter. Weshalb ich heute Morgen die Veilchen umgemäht hatte? Aus Frust über die Träume, weil ich dachte: das muss jetzt weg? Einfach nur dumm. Hoffentlich vermehren sich Veilchen über das Wurzelnetz. Gebt ihm eine Sense und er macht Unsinn.

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