Allgemein, Ideen und Gedanken, Krisenbewältigung, Positiv handeln, Reframing, Strategien und Modelle

Gestörte Bergfahrt

Zuerst hörte ich nur das Wort „Praxis-Transfer“. Es hat mich unsanft aus meinem eigenen Film gerissen. Ich stand tagträumend an der Türe der Uetlibergbahn mit Blick aus dem Fenster auf die schöne Stadt Zürich und spürte, dass dieser kontemplative Moment nun vorbei war. Dass ich mich nicht mehr auf meine Gedanken konzentrieren und nicht mehr nicht zuhören konnte. Danach kam „Ressourcenorientierung“ und es schien, dass sich rund 40 Zentimeter hinter mir zwei Frauen austauschten, die in der faszinierenden Welt der Erwachsenenbildung, mit Schwerpunkt Coaching, gewaltfreie Kommunikation und konstruktiver Feedback-Kultur, ihr neues Bewusstsein und eine höhere Stufe von Achtsamkeit gefunden hätten. Alles macht Sinn und lässt sich erklären. Endlich. Esoterik war früher. Wie konnten wir nur.

A: Es ist vor allem  eine Frage des Rollenbewusstseins und wie ich dann von den Teilnehmern wahrgenommen werde. Dazu fehlt mir die Praxis. Und auch entsprechende Handouts.

(Immerhin Reflexion und Selbsterkenntnis….)

B: Vertrauen braucht Zeit. Fordere konkrete Rückmeldungen ein. Rein auf der sachlichen Ebene. 

(Ok, die Expertinnen-Schiene….)

A: Ich bin letztlich auch nur ein emotionaler Mensch, trotz des konstruktiven Vorsprungs. Nicht wie Maria.

(Billige Ablenkung….)

B: Ich finde, Maria blendet oft die Tatsachen aus, das Objektive.

(Mobbing….)

A: Sie hat wenig Erfahrung in Selbstdarstellungsrunden. Sie redet bereits von Lösungen, bevor sie sich die zentralen Fragen stellt. 

(Whooo, jetzt wird potenziert….)

B: Es ist eine Frage der Methodenkompetentz. Zentral oder nicht. Sowohl-als-auch anstatt entweder-oder.

(Destruktiv)

A: Was soll am Ende geklärt sein? Und wer zeigt sich für die Nachhaltigkeit verantwortlich?

(Ablehung von Verantwortung)

B: Eben. Alle. Resourcensharing und Commitment. Auch wenn viele mit diesen Schwebezuständen nicht umgehen können.

(Na bitte. Die Dozentin. Abrakadabra. Sie weiss es und kann es.)

A: Das wird die Entscheidungsqualität letztlich nicht beeinflussen und die natürlichen Führungskräfte werden sich unaufgefordert zeigen. Das Organigramm soll bottom-up entwickelt werden. Wie stellen genügen FlipCharts, Farben und Verkleidungsgegentände zur Verfügung.

(Schon wieder eine klassische Reproduktion von Vorgedachtem und Vorgemachtem)

B: Eine 360° Beurteilung des Verhaltens ist somit gewährleistet. Wir werden die relevanten Aussagen mit den Teilnehmenden reflektieren und zusätzlich nach Schultz von Thun auf der Meta-Ebene analysieren. 

And so on… Ich konnte nicht weghören. Ein Vokabular von Faszinierten. Ein Bullshit-Bingo der Therapeuten-Szene. 

Wie alt sind sie wohl, die zwei Damen? Haben sie Kinder? Einen Mann? Eine Freundin? Eltern, Katzen, Geschwister? Oder nur Gleichgesinnte, Zertifizierte? Macht ihnen das Leben auch Spass, ohne dass sie es gleich reflektieren und kategorisieren müssen? Tragen sie atmungsaktive Wanderkleidung und haben genügend Wasser und einen Regenschutz dabei? Vegan? Pferdekalender aus der Camargue an den Wänden und Kunstseideblumen in mundgeblasenen Vasen in der Vitrine?

Ich weiss es nicht, weil ich mich nicht umdrehen mochte. Ich habe mich in diesen Bilden, Illusionen und Clichées gesuhlt. 

Das wahre Abenteuer beginnt im Kopf.

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Allgemein, Ideen und Gedanken, Reframing, Soziologie

Schlimme Wörter

Schlimme Wörter lauern überall. Man will oft gar nicht und hört doch, vielleicht auf der Straße, oder in einem Cafe, im Bus, in der u-Bahn, im Zug, im Büro, auf der Arbeit, in der Schule, in einer Bank in der Warteschlange, beim Einkaufen oder sonstwo ein schlimmes Wort. Da man das gar nicht hören wollte und es doch gehört wurde, bleibt es auch im Ohr und will nicht vergessen werden. Manche Menschen werden durch solche Worte, die unerhört von anderen Menschen ausgesprochen wurden und nicht gehört werden wollten, dann doch im Gedächtnis bleiben, krank. Es gibt aber Hilfe. In den USA, wo solche Krankheiten sehr häufig auftraten, weil es dort sehr viele schlimme Wörter gibt, die im Katalog für political corectnes aufgelistet sind, werden landesweite Desensibilisierungsprogramme angeboten. Nicht von Ärzten oder Psychiatern, sondern von den Medien. Das Wort “fu…” gilt in den USA zum Beispiel als ein schlimmes Wort. Weil die Gefahr bestand, dass viele Menschen an diesem Wort erkranken können, wurde die landesweite Desensibilisierung durch Filme beschlossen. Amerikanische Filme der letzten Jahre sollen möglichst in jedem Satz, mindestens aber in jedem zweiten Satz einmal das “f…” Wort enthalten. Sollten mehrere Sätze von Frauen oder Kindern gesprochen worden sein und in diesen Sätzen das “f…” Wort nur wenig verwendet, dann kann eine männliche Stimme danach das Wort gleich 4 bis 7 Mal hintereinander sagen, oder besser raus schreien.

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Allgemein, Glaubenssätze, Ideen und Gedanken, Philosophie, Soziologie, Strategien und Modelle

Der Herr findet eine Freiheit mehr,

er findet nicht die Freiheit. Hatte die Freiheit auch nicht mehr gesucht, als er erkannte, dass er sich mit der Suche nach der Freiheit in ein Gefängnis eingeschlossen hatte. Die eine, richtige, wirkliche Freiheit suchen und finden wollen, das war eine Reduktion der Möglichkeiten zum, als Ideal phantasierten, einen Punkt. Der Herr wunderte sich darüber, dass er so viele Jahre das Spiel mit Einzahl und Mehrzahl nicht gesehen oder gehört hatte. Die Freiheit, also diese eine Freiheit, die richtige Freiheit war ein unerreichbares Konstrukt, in sich so widersprüchlich, weil diese eine Freiheit eine, die Richtigkeit definierende Autorität voraussetzte, der doch an Freiheit nicht gelegen sein konnte, sondern an Hierarchie zur Erhaltung der Autorität. Der Herr fühlte sich erleichtert, als er anstatt an die Freiheit, die Möglichkeit, die Wirkung, die Welt, die Logik, vielmehr Freiheiten, Möglichkeiten, Wirkungen, Welten, Logiken dachte.

Soweit der Beitrag des Herrn, jetzt folgen noch circa 750 Wörter für die Suchmaschinen. Viele Suchmaschinen bevorzugen Texte, die über tausend Wörter beinhalten. Der Herr liefert diese Wörter, denn er hat bei früheren Wörterlieferungen schon erfahren, dass sich interessante Aussichten auftun, wenn anfangs etwas knapp gehaltene Thesen weiter ausformuliert werden. Die Freiheit, in ihrer Einzahl gesucht, kann nicht gefunden, nur phantasiert werden. Vielleicht kann jede Einzahl nur phantasiert werden. Ein Punkt an einem nicht näher bestimmten Ort ruft sofort sein Gegenteil, die Linie auf, oder verschwindet, negiert sich in seinem Gegenteil. Als ein Punkt kann er nicht bleiben, bildet immer Differenzen zu irgend etwas anderem. So auch die Freiheit, auch sie kann nicht allein für sich bleiben, ruft ihre Gegenteile in Mehrzahlen auf, wird zu vielen Freiheiten oder eingeschlossen, gefangen in anderen Negationen.
Jaques Derrida hatte einst danach gefragt, was vor der Frage sei. Bevor der Herr seine Frage nach der Freiheit stellen konnte, hatte er sich mit einigen Gegenteilen der Freiheit bekannt gemacht. Diese haben ihm vielleicht nicht sehr gefallen und er fragte nach der Freiheit. Da noch unwissend darüber, wie sehr er sich Picture 101mit der Frage nach einer Freiheit, nach der (richtigen) Freiheit wieder in deren Gegenteile begibt. Unfreiheit wollte er gerade hinter sich lassen und schon grinst sie ihm wieder direkt ins Gesicht. Er kann damit umgehen, indem er nach Freiheiten in der Mehrzahl fragt. Erleichtert erkannte der Herr dann auch, dass er viele Freiheiten genießen konnte und schätzte sich glücklich. Kaum war er seinen Fokus auf die richtige Freiheit los, hatte er Freiheiten gewonnen, sich anderweitig frei zu denken. Aus dem Diktat der Richtigkeit hatte er sich gleich mit befreit. Wer hätte wohl diese richtige Freiheit für den Herrn definiert? Nicht eine Person allein. Viele Personen hätten sich gemeldet und den Herrn mit richtigen Definitionen des Wortes Freiheit versorgen wollen. So wäre auch da die eine, die eine richtige Freiheit bereits unmöglich geworden. Mit Gewalt hätte der Starke vielleicht seine Definition der Freiheit, nämlich der Freiheit des Stärkeren so lange durchsetzen können, bis ein noch stärkerer mit einer anderen Definition genau das verhindert hätte. Wendet nun dieser Stärkste aller Definierer des Wortes Freiheit seine Definition auch auf sich selbst an?

Wohl kaum, denn er endet sonst wie der Ringer in der Monty Python Show, der alle anderen Ringer besiegt hatte und nun gegen sich selbst kämpft. Führt also die Sehnsucht nach der einen, richtigen Definition zunächst zur Unterdrückung durch Stärkere, dann zu deren Selbstvernichtung? Und bekommen wir das nur nicht mit, weil bislang immer noch ein Stärkerer im Ring erschienen war, der seine Definition durchzukämpfen verstand? Die Idee des Wettbewerbs lebt davon, immer neue Siege zu feiern, dabei kann daran nichts Neues sein. Damit aber der Wiederholungscharakter dieser Wettbewerbsveranstaltungen nicht so auffällt, werden sie jeweils mit “Neuigkeiten” garniert und als “das Beste” serviert. Das Beste kann es nicht geben, denn es behauptet Eines zu sein und lebt doch nur aus der Abgrenzung zu den Zweit-, Dritt-, Viertbesten. Das Beste kann sich auch nicht selbst feiern, braucht die Perspektiven des Schlechteren. Die Medien bieten uns dieses Spektakel täglich als “das Neuste” an und der Herr erspart den Leserinnen und Lesern, die bis hierher mit gewörtert haben, auch noch “das Neuste” in seiner Abhängigkeit zum Älteren und in seinem Sterben, seinem zitternden Erwarten des kommenden “Allerneusten” zu beschreiben.

Statt: “Das Spiel mit der Mehrzahl” nun also Spiele mit Mehrzahlen. Der Herr wollte jedoch nicht mehr zahlen. Noch mehr Zahlen verwirrten ihn und er dachte, das sei ein Grund gewesen, dass er sich für die Einzahl entschieden hatte. Einzahlen auf sein Konto der schleichenden Verdummung, das er stark und kampfbereit zu verteidigen bereit war. Das Konto der schleichenden Verdummung war dem Herrn zuwider geworden. Je dümmer es wurde, desto lauter und eindimensionaler gebärdete es sich. Es wollte allen Welten seine Einzigartigkeit in seiner realen Existenz zeigen. Nur der Fakt, dass es da war, sollte noch gelten. Laut, fordernd und drohend machte das Konto der schleichenden Verdummung auf sich aufmerksam und verlangte, der Herr solle noch mehr darauf einzahlen. So war das Konto prall, dick und fett geworden, breiter auch und nahm immer mehr Platz ein, wollte sich noch mehr ausbreiten um seine Existenz jede Sekunde bewiesen zu sehen. Immer mehr, immer schnellere Einzahlungen wollte das Konto, wollte erst tägliche, dann stündliche, dann dauernde Bestätigung.

Paradoxer Weise gewann es mit seinem Wachstum nicht an Sicherheit, wurde im Gegenteil immer unsicherer darin, ob es auch noch das stärkste, größte und meist beachtete Konto der schleichenden Verdummung war. Wollte seine Einzigartigkeit jede Sekunde von den nicht Einzigartigen bestätigt sehen. Und zweifelte mit den häufiger werdenden Bestätigungen, die doch nur von anderen, von nicht Einzigartigen erfolgen konnten, immer mehr an der Aufrichtigkeit dieser Bestätigungen. Es fühlte
siPicture 115ch bestätigt, aber noch mehr betrogen. Es gab ja keine richtige Bestätigung, konnte keine geben, denn die hätte von einer anderen Einzigartigkeit kommen müssen. Das aber wäre das Ende der Einzigartigkeit des Kontos der schleichenden Verdummung gewesen. Eine andere Einzigartigkeit sollte es nie und nimmer geben. Dann lieber leiden und sich mit dem schweren Los dauernder Benachteiligung abfinden. Es liegt  im Schicksal des Einzigartigen, von allen anderen betrogen zu werden. Deshalb war  das Konto der schleichenden Verdummung auch immer auf der Hut, sehr wachsam, rüstete sich und schützte sich vor den Betrugsversuchen, die überall lauerten. Manchmal war es erschöpft, schlief auch schlecht, weil es meinte, vielleicht einen Betrugsversuch, oder, noch viel schlimmer, das Heranwachsen eines anderen Einzigartigen übersehen zu haben.
Franz Stowasser, 2015

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Glaubenssätze

Wir warten

Wir jammern über Gewalttaten, die im Namen eines Glaubens verübt werden. Der Glaube würde als Deckmantel für das Böse gebraucht, so ist zu lesen und wahrer Glaube brauche keine Gewalt. Wahrer Glaube reflektiere die Einsicht in das Richtige. Nur, was das Richtige sei, darüber besteht seit Jahrtausenden keine Einigkeit. Vielleicht spaltet die Frage nach dem Richtigen schon die Fragewelt in falsch und richtig, erzeugt also Uneinigkeit, Zank und Streit. Das wird dann wieder zur Glaubensfrage und das Spiel startet erneut. Wir können vor allem die Versuche bejammern, dieses selbst erschaffene Dilemma autoritär und mit Gewalt zu lösen. In unserem Jammer tun wir dann so, als seien diese Unwissenden, die sich gegenseitig abschlachten zu bedauern, wir jedoch wüssten, wie ES anders zu machen wäre. Wissen wir’s? Und, bringen wir unser Wissen morgen oder übermorgen zur Anwendung?

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Glaubenssätze

Sehr beliebt: Die Autoansprache

Aus dem Auto in die Welt. Wir wissen ja, die besten Gedanken kommen uns dort in den Sinn, wo wir nichts aufschreiben können oder nichts zum Aufzeichnen dabei haben, zum Beispiel im Auto. Wir denken beim Fahren, dann  ändert sich die Verkehrssituation und schon haben wir wieder vergessen, was wir der Welt mitteilen wollten. Es gibt jedoch heute Methoden, wichtige Ansprachen, Auffoderungen und Bitten an die Welt auch zu Gesicht und Gehör zu bringen. Hier:

Welche sind eure Autoansprachen?

Postet einen link,  macht ein klein bisschen mit.

Viele Grüße

Der Zuhörer/schauer

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Glaubenssätze

Vielleicht zu kompliziert, aber da kann ich nichts machen.

Zeitstrukturen, Sprachstrukturen. Heute demontiere, dekonstruiere ich die Sprache, das ist der Bewegimpuls, damit die früher gemachten Versprechungen nicht mehr wahr sein sollen, nicht mehr gegeben sein sollen. Denn, wenn alles Konstruktionen sind, die auch auf der Unkenntnis der suggestiblen Wirkung von Glaubenssätzen und Generalisierungen gegeben wurden, dann handelt es sich bei vielem Gesprochenen um reinen Unsinn. Wer könnte also wirklich wollen, dass dieser Unsinn eingehalten werde?

Eine Motivation des Sprachforschers Franz ist es also, sich aus den Versprechern-Versprechungen freizukaufen. Eben, Versprechungen als Versprecher zu erklären. Die Philosophie kommt plötzlich nicht mehr als freiwillige Beschäftigung daher, das Schreiben nicht mehr als eine Maschine um irgendwann einmal Geld zu produzieren, sondern als eine Freikaufmetapher, als der Wunsch, sich aus den selbst gebastelten Zwängen wieder zu befreien. Nicht das Verhalten des anderen erzwingt so sehr die Distanz, sondern die in guten Zeiten über die dortige Gegenwart hinaus gegebenen Versprechen, die jetzt eingelöst werden sollten und als Zwang, als Gefängnis erscheinen. Im Versprechen versprechen – ich hatte mich versprochen, das habe ich Dir versprochen.

 

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Glaubenssätze

Eros, Kosmos, Logos

Nachdem der Herr dieses dicke Buch gekauft hat fragt er sich nach 162 Seiten, was diese Art Literatur bringen soll, ausser Geld für den Verlag.

1. Auf den ersten 50 Seiten eine sehr bewertende Darstellung von Hierarchie und Herterarchie, die sich auf „Alltagsdiskussionen“ stützt. Argumentationen von Hierarchie- und Heterarchiefanatikern werden dargestellt und als richtig, falsch oder gut und schlecht bewertet.

2. Als Ausweg aus dem Hierarchie – Heterarchie Dilemma wird das Wort Holarchie angeboten das sich dann zum Operationsbegriff HOLON entwickeln kann. Eine einfache Generalisierung der Kategorien, ohne jeden Erklärungs- oder Funktionswert – manche Amerikaner nennen diesen Prozess „upchunking“, soll heissen, grössere Einheiten bilden. Dieses upchunking verläßt Wilber, bis Seite 162 nicht. Er faßt Philosophen, Meinungen und Thesen zusammen und bündelt sie in größeren Einheiten, chunks (für den Herrn ein höchst interpretatives und gleichzeitig intellektverachtendes Vorgehen, das ihn an Bücher wie „Sophies Welt“ etc. erinnert.)

3. Im zweiten Schritt werden die vier Quadranten vorgestellt und interpretiert (übrigens auch noch im folgenden Buch “Das Wahre, Schöne….). Das scheint dem Herrn nun derart plakativ, willkürlich und fast schon religiös, welterklärungsbeflissen, dass er die Lektüre einstellt.

4. Der Herr vermisst in einem Buch, das sich mit Philosophie und Geistesentwicklung auseinandersetzt, die Darstellung einer Dynamik, die auch als induktiver Schlüssel taugt. An Hand der Dynamik soll der Entwicklungsprozesse selbst verfolgt und entwickelt werden können und nicht nur in vorgegebene Quadranten eintragen.

5. Nach Wilber seien schwierige Fragen:
„Warum hinterlassen Menschen immer Spuren? Warum ist Menschsein immer mit Wertsuche verbunden“ Das Wörtchen immer ist für den Herrn eine zu große Verallgemeinerung und dass das schwierige Fragen seien eine kühne Behauptung – wahrscheinlich mit dem Zweck, durch deren Beantwortung Seiten zu füllen.

6. Das Wilber Projekt scheint eine Buchseitenproduktionsmaschine zu sein die sich – für Leute die viel publizieren wollen – zu kopieren lohnt.

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