Ideen und Gedanken

Tipping Point

 

frosch

 

Im gestrigen Vortrag des Zukunftsforschers Lars Thomsen habe ich von folgendem Versuch gehört: Wenn man einen Frosch in heisses (rund 70 Grad, nicht kochendes) Wasser gibt, dann wird er sofort herausspringen. Lässt man ihn erst in kühles Wasser und erhitzt dann dieses langsam und kontinuierlich auf dieselbe hohe Temperatur, wird er dies nicht überleben, weil der Tipping Point überschritten wurde. Dieser liegt in diesem Fall bei einer Temperatur von etwas über 40 Grad. Dann beginnt das Eiweiss im Blut auszuflocken und dies führt zu einer Unterversorgung der Muskulatur. Und wenn der Frosch realisiert, dass Gefahr besteht, kann er seine Glieder nicht mehr genügend schnell bewegen. Ein hässlicher und dennoch sehr interessanter Gedanke.

 

Tipping Points gibt es in der Wirtschaft (erst vor kurzem wurde einer überschritten), in der Führung, Politik, Sport, Umwelt, zwischenmenschlichen Beziehungen und – bestimmt auch – bei jedem Einzelnen. Bei mir. Es lohnt sich, darüber nachzudenken. Bin ich wachsam genug? Erkenne ich kleine Veränderungen? Habe ich den Mut und die Kraft schnell zu agieren?

 

Malcolm Gladwell schreibt: „Nicht alle Mitglieder einer Gruppe haben den gleichen Einfluss. Vielmehr haben einzelne Mitglieder einen überproportional großen Einfluss, Veränderungen herbeizuführen.“ Ich könnte das sein. Ich kann das sein. Ich kann Verantwortung übernehmen und mit Leidenschaft und Vertrauen Veränderungen bewirken. Bevor sie gegebenenfalls einen Tipping Point überschreiten. Die Gesellschaft bin ich. Und du.

 

Viele Grüsse, Dani Nieth

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Strategien und Modelle

Mentoring

und Kompetenztransfer in KMU 1

Der alte Begriff des Mentors ist noch an den Göttern orientiert. In der griechischen Mythologie begleitet die Göttin der Weisheit, Athene, den jungen Telemachos als Mentorin und gibt ihm gute Ratschläge. Das klingt allerdings nach einer Einbahnstrasse und zeigt auch schon den Grund, weshalb in der Vergangenheit neben Coaching-, Lehr-, und Weiterbildungsprozessen auch Mentoren gescheitert sind.

„Eintrichtern“ ist nicht der Weg.

Kompetenztransfer kann sich niemals in einer Einbahnstrasse bewegen. Kein „Nürnberger Trichter“ kann dafür sorgen, dass zum Beispiel jüngere Nachfolger in einem Unternehmen das Wissen eines älteren Mitarbeiters eins zu eins übernehmen.Wir kennen dieses Problem aus der Familie. Denken Sie nur daran, wie kompliziert es manchmal sein kann, wenn Sie innerhalb der Familie eine Lebensweisheit weiter geben wollten, mit wie viel Widerstand da zu rechnen war. Unter Mentoring muss deshalb heute mehr verstanden werden als nur die Förderung besonders begabter Mitarbeiter.
Im heutigen Milieu internationaler Märkte und multinationaler Projektteams werden Lehrveranstaltungen mit Zeigefinger im Sinne von „So müssen Sie das richtig machen …“ an der Form scheitern, auch wenn hervorragende Inhalte vermittelt werden. Die Lernerwartung der Mitarbeiter hat sich geändert.
Vor allem nachdem Coaching-Prozesse nun auch von den Personalabteilungen vieler Firmen als Mittel zur Organisationsentwicklung eingesetzt werden, wird Lernen heute viel mehr mit Selbstaktualisierung verknüpft.

Was können wir also unter Mentoring verstehen?

Ich empfehle, den Begriff als eine Beschreibung der Zusammenarbeit zwischen zwei Mentoren zu benutzen. Die eine Person weiss über eine komplexe Vielzahl betrieblicher Abläufe, integrierte Netzwerke, Machtstrukturen und Personalitäten Bescheid, die andere Person will dies durchaus lernen und bietet dafür Elan, Einsatz von Lebenszeit, Idealismus, Eifer und Zukunftsvisionen. Wir können uns in der heutigen Zeit wohl kaum erlauben, auch nur auf einen dieser Punkte zu verzichten.

Jammern kommt gut, Mentoring auch.

Viele Grüße Franz Stowasser

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Business Strategien

Provocative Therapy

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Der zweite von vier Tagen mit dem Altmeister und Begründer der Provokativen Therapie Frank Farrelly in Gresgen. Der Mann aus Wisconsin ist 77 Jahre alt und wird immer noch besser. Innert wenigen Minuten bringt er das Problem des Gegenübers auf den Punkt, führt es auf absurdeste Nebenschauplätze um es kurz darauf in sich zusammen fallen zu lassen. Tabus bleiben draussen, Freiwillige drinnen. Eine Session jagt die andere, jede ist unvergleichlich. Während dem Farrelly jegliche Muster von Klienten innert Kürze aufdeckt, lassen sich ebensolche in seiner Vorgehensweise nur schwer erkennen. Was bringt mir das? In erster Linie viel Spass und eine weitere Portion Unbeschwertheit. Ein ultimatives Anti-Jammer-Programm!

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Glaubenssätze

Osterende

osterende

Das lange Wochenende, die Gratisferien, das Freizeitschnäppchen – wie gewonnen so zerronnen. Schon wieder passé – ein Jammer. Man hätte es wirklich besser ausnutzen können. Mit ausgiebigem TV-Konsum zum Beispiel. Vor allem am Karfreitag würden sie doch schon am Nachmittag diese schönen Jesus-Filme zeigen. Gott sei Dank: Er hätte für uns gelitten und wir könnten Kraft und Glauben aus seinem Leiden schöpfen. Aber doch nicht bei solchem Wetter! 15 Grad hätten gereicht. Müssen es gleich 22 sein?! Ist doch wirklich übertrieben. Weshalb kann es nicht dann Frühling sein, wenn man es am meisten braucht? Zum Beispiel in der dritten Februarwoche oder ab Mitte März oder so? Früher war das anders.

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Glaubenssätze

Unterwegs

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unterwegs, könnte ja auch heissen, unter einem Weg, Hier in Venedig also unter Wasser.

Von eukomm

Franz Stowasser befindet sich zur Zeit in Venedig und berichtet von dort, wie die Menschen mit 1,30 m Hochwasser umgehen und die Touristen mit Regen, Regen und nochmals Regen

Von eukomm

Weshalb beschweren sich die Leute hier nicht? Tun so, als gäbe es kein schlechtes Wetter, gehen in die Museen wenn es draußen zu naß wird und sind voller Hoffnung, dass morgen die Sonne scheinen wird? Vielleicht verstehen sie nichts vom Jammern, oder sie wissen nicht, wie eine Krise herbeigeredet werden kann, nichts von Glaubenssätzen und Vorahnungen,, nichts von Botschaften, die richtig zu deuten wären – obwohl, das wäre ja von den Venezianern kaum anzunehmen.

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Allgemein

Sommerzeit

Nach einem langen Tag und einem kurzen Diner kurz vor den Bildschirm: UBS minus 10.82 Prozent. Dass Zwischenhoch ist passé. Schade. Auch schade, dass ich dazumal gekauft habe: “ Nie und nimmer wird die unter 30 Franken fallen…“ Ich habs geglaubt. Jubeln dürfte ich, wenns umgekehrt wäre. Das würden alle verstehen. Also bitte versteht auch das Jammern.

Desperate Housewives ging mir heute so was von auf die Nerven. Nicht die Sendung, die wives. Letzte Woche hatte ich mehr Spass daran. Vielleicht fehlt meinen Nerven einfach eine Stunde Schlaf.

Wenigstens wirds wärmer.

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Strategien und Modelle

Sich aus der Krise jammern

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Kann Jammern aus der Krise helfen?

Das meint Markus Fäh, Buchautor und Psychoanalytiker: „Unmittelbar schon, denn Jammern hat zwei ganz natürliche Funktionen und durchaus auch etwas Gutes. Wer klagt, kann sich innerlich erleichtern. Und Jammern schafft gleichzeitig eine Verbindung. Das gemeinsame Klönen über die Finanzkrise kann demnach auch befreiend sein. Und ich höre auch Stimmen, die dankbar sind für die Krise, da sich ihr Verhältnis zum Sicherheitswahn verändert hat. Statt Geld werden Beziehungen wichtiger, gute Freundschaften. (…) Der entscheidende Kick im Leben muss von innen kommen. Viele der Menschen, die sagen, ich kann das nicht, das ist mir zu viel, sind nicht bereit, bis an ihre Grenzen zu gehen. Ehrlicherweise müssten sie sagen, «ich will das nicht auf mich nehmen» und nicht «ich kann das nicht». Das hat sicher mit einer Fehlerziehung in unserer Kultur zu tun. Wir leben wie bereits erwähnt zunehmend in einer Kultur mit einer Wohlfühlmentalität.“

Der Weg aus dem Nörgel-Dilemma: „Zuerst muss ich merken, dass ich jammere. Ich muss mir schonungslos den Spiegel vorhalten, oder meine Kollegen reflektieren mein Verhalten. Denn Hardcorejammerer finden ja, dass sie zu Recht klagen und sind sich gar nicht bewusst, wie sie auf ihre Umwelt wirken. Diese Menschen finden, dass sich die Welt gegen sie verschworen hat. Wer aber merkt, dass sein Verhalten nervtötend ist, hat bereits einen wichtigen Schritt getan, um aus dem Jammertal herauszufinden. In einem nächsten Schritt muss ich dann selber untersuchen, was es genau ist, worüber ich jammere und weshalb. Es muss eine Auseinandersetzung mit der eigenen Person stattfinden. Der dritte Schritt ist, dass ich aus dem Jammern ein Problem mache und daran wachse. (…) Ich muss eine realistisch optimistische Position einnehmen und mich meiner unermesslichen Fähigkeiten bewusst sein, das lohnt sich. Ich kann träumen, kreativ sein, eigene Ideen umsetzen. Wir alle bekommen so viele Fähigkeiten mit auf den Weg, die wir nur ungenügend oder gar nicht nutzen.“

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Strategien und Modelle

Zeitung lesen am Wochenende

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Wochendende! Das heisst unter anderem: Latte Macchiato, ausgedehntes Frühstück und stundenlanges Zeitungslesen. Keine Ahnung, weshalb ich das so sexy finde, denn es ist an sich eine Herausforderung, nach der Konfrontation mit dem Journalisten-Weltbild den Kopf nicht hängen zu lassen. Sicher – es hat nicht nur negative Meldungen in den Blättern. Es gibt auch wissens-wertes, amüsantes, skurilles, etc. Ich werde mich mal vor allem darauf konzentrieren.

Nach der Jammersession werde ich dieses Wochenende die positiven Artikel ausschneiden, zur Seite legen und am Sonntagabend irgendwie sortieren – egal ob nach Alphabet, Seitenzahl, Thema oder Schriftgrösse. Mal schauen was passiert, wenn ich meine Gefühlswelt positiv überschreibe.

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Allgemein

Das Wetter

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Ich gebe es zu: Heute früh habe ich wieder wegen dem Wetter gejammert. Das Thema ist omnipräsent. In den Medien, in den Köpfen und am Waldrand. Noch immer liegt Schnee, dabei möchte ich gerne dort liegen und mich in der Frühlingssonne wärmen. Jammer.
Ich erinnere mich an R. Sie hatte Krebs und musste viele unangenehme Therapien über sich ergehen lassen. Vor allem nach der Chemo waren Sonne und hohe Temperaturen für sie fast unausstehlich.
Daran denke ich jetzt und freue mich für die Menschen, für die das heutige Wetter Positives bringt.
Und ich freue mich, dass ich mich freue.

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KrisenNavigation Seminare und Coaching

Wege aus der Grube

 

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Es geht nicht darum, die Krise erfolgreich auszublenden. Es geht darum, in ihr möglichst viele Chancen für sinnvolle Veränderungen zu sehen. 

Das neue Seminar „KrisenNavigation“ hilft, solche Wege zu finden. Franz Stowasser und Dani Nieth bieten für Kader- und Mitarbeiterebene zwei lustvoll gestaltete Seminare an. 

 

Dazu sieben Glaubenssätze erfolgreicher Menschen:

 1.     Alles geschieht aus einem Grund, hat seinen Sinn und bringt mich weiter.

2.     Es gibt keinen Misserfolg, es gibt nur Resultate.

3.     Ich bin verantwortlich für was auch immer mit mir passiert.

4.     Es ist nicht notwendig alles zu verstehen, um es effektiv einsetzen zu können.

5.     Menschen sind das grösste Kapital.

6.     Arbeit ist Spiel.

7.     Es gibt keinen bleibenden Erfolg ohne echte Verpflichtung.

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